Petersilie im Topf: Die Geheimnisse für ein üppiges Wachstum
Alles, was Sie brauchen, ist ein kleiner Platz im Freien, um Petersilie in Töpfen anzubauen und dieses duftende, aromatische Kraut stets griffbereit zu haben.
Die Eigenschaften der Petersilie
Unter den vielen Kräutern, die unsere Küche bereichern, nimmt Petersilie einen besonderen Platz ein. Ein kleiner Zweig reicht, um jedem Gericht nicht nur Geschmack, sondern auch zahlreiche wohltuende Eigenschaften zu verleihen – vor allem ihre verdauungsfördernde Wirkung. Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Apiaceae, zu der auch Kreuzkümmel, Karotte, Sellerie, Pastinaken und Fenchel gehören.
Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, wächst Petersilie wild in Wäldern und Wiesen. Sie hat eine kräftige Wurzel und dreieckige Blätter mit gezacktem Rand; ihre Blüten sind weiß bis leicht blau und formen kleine Dolden. Der Anbau ist nicht kompliziert, solange einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: Petersilie mag weder extreme Kälte noch Hitze und gedeiht am besten bei gemäßigten Temperaturen, wie sie in vielen Regionen Europas zu finden sind.
Der ideale Standort liegt daher kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, besonders während des Sommers. In Regionen mit kurzen, milden Wintern ist der Anbau besonders einfach. Bei kühleren Temperaturen empfiehlt es sich, die Pflanze ins Haus zu holen, zum Beispiel auf eine helle Fensterbank. Steht die Petersilie unten auf dem Balkon, schützt eine Mulchschicht aus trockenem Laub oder Stroh die Wurzeln vor Frost.
Wie man Petersilie pflanzt
Besitzen Sie einen Balkon oder eine kleine Terrasse, können Sie Petersilie problemlos in Töpfen ziehen. Die Pflanze benötigt nicht viel Platz und wächst auch in kleinen Gefäßen gut, solange der Topf tief genug ist.
Wählen Sie einen Topf mit mindestens 20 cm Durchmesser – damit können bis zu drei Sämlinge gut gedeihen. Es ist wichtig, dass der Topf hoch genug ist, denn Petersilienwurzeln wachsen tief und brauchen Raum.
Für die Erde empfiehlt sich eine handelsübliche Gartenerde, gemischt mit etwas Sand. Besser ist es, wenn Sie am Topfboden eine Schicht Blähton anbringen, um eine gute Drainage zu sichern. So vermeiden Sie Staunässe, die häufig zum Welken führt, weil die Wurzeln sonst faulen.
Die Aussaat kann auch direkt im Topf erfolgen. Die Temperaturen sollten dabei nicht unter 14 bis 15 °C fallen – ideal sind Zeiträume von März bis Oktober in gemäßigten Regionen. Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf der leicht aufgelockerten Oberfläche, bedecken Sie sie mit einer dünnen Erdschicht und befeuchten Sie diese vorsichtig. Der Topf kommt dann an einen sonnigen Platz.
Wenn Sie den Keimprozess beschleunigen möchten, können Sie die Samen zunächst in Watte oder auf feuchten Papiertüchern keimen lassen und sie erst dann in die Erde pflanzen. Alternativ ist es auch möglich, fertige Petersilienstängel zu kaufen und diese einzupflanzen. Das Einsetzen erfolgt am besten ebenfalls bei Temperaturen über 15°C – von Frühling bis Herbst. Legen Sie die Pflanze in ein kleines Loch, bedecken Sie die Wurzeln sorgfältig mit Erde und drücken Sie die Erde leicht an.
Petersilie im Topf pflegen – unsere Tipps
Die Pflege ist einfach, und schon wenige Wochen nach der Aussaat zeigen sich die ersten grünen Blätter – ein schöner Lohn für Ihre Mühe.
Sobald die Pflanze etwa 5 cm hoch ist, sollten Sie ausdünnen: Entfernen Sie die kleineren, schwächeren Triebe, damit die kräftigeren genug Licht, Luft und Nährstoffe erhalten. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob trockene oder kranke Pflanzenteile entfernt werden müssen, um die Gesundheit der gesamten Petersilie zu sichern.
Beim Gießen benötigt Petersilie Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Gießen Sie, sobald die oberste Erdschicht nicht mehr feucht ist, allerdings bevor der Boden ganz austrocknet, denn die Pflanze verträgt keine Trockenheit, besonders im Sommer. Achten Sie darauf, dass kein überschüssiges Wasser stehenbleibt, denn dies kann Wurzelfäule verursachen. Ein erstes Anzeichen für zu viel Wasser ist das Gelbwerden der Blätter.
Während des Wachstums schneiden Sie regelmäßig kranke oder schwache Triebe zurück. So bleiben die verbleibenden Triebe vital und der Pflanze gelingt ein kräftiges Wachstum.
Der Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn die Petersilie eine Höhe von 15 bis 20 cm erreicht hat. Für den gelegentlichen Bedarf genügt das Abschneiden einiger Blätter mit einer Schere. Für eine größere Ernte schneiden Sie am besten den Triebkopf ab – dabei sollten Sie einige Zentimeter oberhalb der Basis schneiden, damit die Pflanze weiterhin ordentlich nachwachsen kann.
